Ein grüner Glücksbringer für den Lichtenberg II
Deutschland-Premiere an der TU Darmstadt
Zum ersten Mal in Deutschland wurden für die TU Darmstadt die brandneuen Lenovo ThinkSystem SC777 V4 Server mit dem wegweisenden NVIDIA Grace-Blackwell-Chip ausgeliefert.
Die Installation der High-End-Systeme läuft bereits auf Hochtouren.
Bei der Anlieferung fiel ein Detail ins Auge: Was haben eigentlich süße Maischips mit absoluter Hochleistungstechnologie zu tun? Und warum lag eine grüne Chipstüte auf dem Server?
Die Legende vom grünen IT-Talisman
Die Geschichte führt zurück zu einem taiwanesischen IT-Studenten. Sein PC stürzte während der Arbeit an seiner Thesis ständig ab. In seiner Verzweiflung kam ihm eine Idee: Vielleicht brauchte das Gerät einfach einen Talisman?
Seine Wahl fiel auf eine grüne Tüte der bekannten Maissnack-Marke Kuai Kuai (auf Deutsch: „Sei brav“). Das helle Grün erinnerte ihn an das „Go“-Signal einer grünen Ampel. Er legte die ungeöffnete Tüte auf den PC – und tatsächlich: Der Computer lief stabil und die Arbeit wurde rechtzeitig fertig.
Ob die Geschichte exakt so stimmt, ist nicht ganz belegt. Doch der Mythos verbreitete sich rasant.
Heute gehören die grünen Kuai Kuai Chips in Taiwan zum festen Bild in Banken, Krankenhäusern und hochmodernen Rechenzentren. Es gibt nur zwei eiserne Regeln: Das Haltbarkeitsdatum darf niemals ablaufen und die Tüte darf unter keinen Umständen geöffnet werden.
Spitzenleistung – ganz ohne Aberglauben
Mit der Auslieferung des ersten Lenovo SC777 V4 Systems in Deutschland haben wir diese Tradition aus Taiwan aufgegriffen. Obwohl wir natürlich überzeugt sind, dass die neuen Server auch ganz ohne Knabberzeug reibungslos laufen.
Dafür sorgt im Hintergrund unser starkes Expertenteam, das den Kunden bei jedem Schritt zur Seite steht.
Mit der Installation der GPU-Systeme für den Supercomputer Lichtenberg NHR 1 bringen wir ab sofort spürbar mehr Leistung in die nationale Forschung und Entwicklung.
Geliefert wurden insgesamt 16 Lenovo ThinkSystem SC777 V4 Server mit folgender Konfiguration:
- NVIDIA GB200 NVL4 Modul: Bestehend aus 2x Grace-CPUs und 4x B200-GPUs
- Rechenleistung & Memory: 72 Arm Neoverse V2 Kerne pro Grace-CPU, sowie 186 GB HBM3e Memory pro B200-GPU
- Architektur: HPC-Centric-Layout
- Storage: 4x ThinkSystem E3.S CD8P 3,2TB Mixed Use NVMe PCIe 5.0 x4
- Interconnect: 4x NVIDIA CX-7 NDR OSFP400 InfiniBand Adapter DWC
- Netzwerk onboard: 2x 25 GbE Onboard, 2x SFP 1000Base-T RJ-45 Transceiver
- Management: 1x ThinkSystem SC777 V4 Neptune DC-SCM 2.0 Module mit XClarity Controller (XCC) 3
Kompromisslose Direktheißwasserkühlung
Das Besondere am SC777 V4: Es handelt sich um eine vollständig heißwassergekühlte NVIDIA-GPU-Plattform.
Wie von Lenovos Neptune-Technologie gewohnt, werden alle relevanten Komponenten direkt mit Wasser gekühlt. Beim SC777 V4 betrifft das neben dem NVIDIA-NVL4-Board auch die verbauten NVIDIA InfiniBand-Adapter sowie die NVMe-Drives.
Das Design macht hierbei keine Kompromisse. Das erklärte Ziel ist der dauerhafte Betrieb bei maximaler TDP (Thermal Design Power) von CPUs und GPUs – und das bei einer Vorlauftemperatur von bis zu 45 °C.
Dank des neuen N1380-Chassis, das ausschließlich mit heißwassergekühlten Netzteilen betrieben wird, erreichen wir eine enorme Energieeffizienz von rund 95 % (Heat-to-Water).
Unser Fazit für eine erfolgreiche Zukunft:
Ob mit grünem Glücksbringer im Gepäck oder durch die reine Kraft neuester Technologie: Wir freuen uns darauf, die TU Darmstadt auf diesem Weg zu neuen wissenschaftlichen Meilensteinen zu begleiten und gemeinsam die Grenzen des Machbaren zu verschieben.